Mit dem dritten Preis beim Wettbewerb um den Bayerischen Holzbaupreis wurde die Sport- und Mehrzweckhalle in Unterschleißheim auf der BAU 2007 in München ausgezeichnet. Die Halle hat als erste Sporthalle in Deutschland den Passivhausstandard erreicht, eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses, bei dem auf konventionelle Heizsysteme verzichtet werden kann. Der verbleibende niedrige Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr wird durch Geothermie (Erdwärme) gedeckt. Gebaut und geplant hat sie der Architekt und Professor der Technischen Universität Berlin Claus Steffan mit seinem Büro P S A Architekten. Der Preis wurde vom Bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten vergeben.
Im Juryurteil heißt es: Die Sport- und Mehrzweckhalle in Unterschleißheim übernimmt mit der Holzbauweise in Passivhausstandard eine Vorbildfunktion. Höchste energetische Optimierung und der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz verdeutlichen als perfekte Symbiose aus Gestalt und Baustoff den verantwortungsvollen Umgang mit knapper werdenden fossilen Energieträgern. Die städtebauliche Einfügung konnte darüber hinaus ebenso wie der Gedanke der modularen Konstruktion überzeugen.